Escapism Couture- gesmoktes Leder meets Metallseide

 

“For me fashion is an expression of art that is very close related to me and to my body. I see it as my expression of identity combined with desire, moods and cultural setting.“ Davon können wir uns nun erstmals auch in Berlin im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week 2011 überzeugen, wo sie ihre F/S 2012 am 8. Juli im Veranstaltungszelt auf der Straße des 17. Juni um 18:00 Uhr vorstellen wird. Nachdem die Niederländerin Pratika bei Alexander Mc Queen und Claudy Jongstra absolvierte, gründete sie 2007 ihr eigenes Label Iris van Herpen und hatte schnell Erfolg. In dieser Saison wurde sie sogar als Gast-Mitglied in den elitären Kreis der Haute Couture in Paris aufgenommen.

 

 

Ein großes Kompliment für jeden Designer, denn wer den hohen Ansprüchen der strengen Jury gerecht wird, kann sich sicher sein, großes Talent zu besitzen. Jenes Talent stellt sie bei ihren Shows immer wieder unter Beweis- futuristische und avantgardistische Designs verschmelzen mit traditionellen Techniken der Mode und bringen neuen Wind in die Welt der Haute Couture. So auch bei ihrer aktuellen Kollektion „ Escapism Couture“.Auf skurrile Weise thematisiert sie damit unsere Realitätsflucht in die digitale Unterhaltung, sowie andere Süchte. Dazu setzt die Designerin außergewöhnliche Materialien und Technologien ein, die ihre Mode zu einem Kunstwerk mutieren lassen. So treffen durch 3D-Druck erzeugte Objekte auf gebranntes Metallgewebe, während gesmoktes Leder und korallenförmige Elemente aus Metallseide für aufregende Effekte sorgen.

Abgerundet wird die ganze Kollektion mit Schuhen von United Nude, für die sie bereits zum zweiten Mal entwarf, und Hüten von Stephen Jones. Die Designerin steht für eine Wechselwirkung zwischen Handwerkskunst und Innovation, mit der sie die Mode in einen extremen Gegensatz zwischen Schönheit und Erneuerung stellt. Sie schafft es, durch ihre ganz persönliche Art, die Realität in ihren Kreationen neu zu erfinden und vor allem Individualität auszudrücken- Designs mit Charakter und Emotionen, die den weiblichen Körper neu definieren und mit vielen Details erweitern. "In allen meinen Entwürfen versuche ich klar zu machen, dass Mode ein künstlerischer Ausdruck ist und nicht nur funktionalen oder kommerziellen Aspekten unterliegt. Dem Prinzip 'Form follows function' stimme ich nicht zu – ganz im Gegenteil: Formen können den Körper ergänzen und verändern", so die Designerin. Ihre Show, in der Iris van Herpen eine leicht düstere, jedoch anmutige Zukunftsvision von Mode präsentieren wird, werden wir uns nicht entziehen können.

 

Bilder: http://www.irisvanherpen.com/site/collections

 

Text: Anne