[ep_anoui]

Das Label [ep_anoui] wurde 2008 von der Designerin Eva Poleschinski in Wien gegründet und setzt seinen Fokus auf Individualität und Detail. Der Name des Labels kommt aus dem Französischen Wort épanoui und bedeutet „erblüht“. Eva Poleschinski's Stil ist jung und frisch und betont stets die Personalität des Trägers.
Auf der Fashionweek F/W 2012/13 war Ep_Anoui mit einer Studioausstellung vertäten. Der Raum war verdunkelt und man konnte vage die Models erkennen, die rundum im Raum auf weißen Podesten verteilt waren. In der Mitte des Raumes standen beleuchtete Eisblöcke, in denen Kleidung und Accessoires eingefroren waren. Als alle Zuschauer sich im Raum versammelt haben, ging die Show los. Nach und nach wurden die einzelnen Podeste beleuchtet. 
Die Lichtinstallation war verblüffend. Das beleuchtete Model fing jeweils an zu performen. Es war ein seltsamer Tanz. Die Models rekelten sich und wendeten ihre Körper und sahen gleichzeitig wie angewurzelt aus. Die Bewegungen wurden musikalisch wunderbar unterstützt. Auf einmal erlosch das Licht wieder und die Models waren wieder wie eingefroren. Genauso wie die Eisblöcke unter ihnen. Und schon ging am anderen Ende des Raumes wieder ein neues Licht an und ein anderes Model begann ihren Tanz. Die Zuschauer rannten von Ecke zu Ecke. Ein wahrlich fotografischer Albtraum, denn kaum hat man sich nach vorne durchgekämpft ging das Licht wieder aus. Na Gott sei Dank, dass am Ende der Show noch einmal alle Outfits lange genug beleuchtet wurden. Jetzt hatte man erst wirklich die Zeit, die Mode genauer zu betrachten, denn die ist es wert.
Die Kollektion wirkte auf den ersten Blick direkt sehr grafisch, mit vielen Formelementen und eckigen Schnitten. Dies wurde in Kombination gebracht mit teilweise sehr festlich aussehenden langen Kleidern. Das Augenmark der Designerin liegt auf der Kombination. Farbe braucht sie nicht. Wir sahen viele Transparenzen, Silber, Glitzer und Stoffgitter. Alles wirkte ein bisschen überdimensional, futuristisch und kunstvoll. Die Atmosphäre war magisch. Es wurde viel mit schwarzen Leder kombiniert. Besonders auffällig waren die Accessoires. Eine Kette aus schwarz-weißen Formen aus Kunststoff, verteilt sich über den gesamten Körper der Models.  Auch die Eintrittskarte für die Show hatte übrigens diese ungeometrische Form. Es war ein tolles Erlebnis. Schaut es euch an!
Bild&Text: Natalia Drabik