Patrick Mohr Fall/Winter 2012/2013

Patrick Mohr (31) aus Mainz ist normalerweise für scheine schockierenden Shows bekannt. Er lässt seine (weiblichen) Models gern mal mit Glatze gern mal mit Glatze und Barthaaren auf den Laufsteg spazieren oder lässt seinen Models geometrische Formen ins Gesicht schminken. Er betont immer wieder, dass er keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern sieht. „Ich sehe die Frau behaart“. Deswegen ist sein Stil generell immer unisex. Diesmal überraschte Mohr damit, dass er NICHT schockierte. Nein, seine Mode sah eher alltagstauglich aus! Mohr setzt sein Augenmerk mit seiner Linie auf das eindeutig wesentliche: die Kleidung.

Patrick Mohr liebt Formen. Diese Saison insbesondere Dreiecke. Und das zeigt er auch! Oft mixt er auch verschiedene Formenmuster miteinander. Die Kleidungsstücke wirken dennoch geordnet, bzw. werden gezielt in Unruhe gebracht mit Akzenten im satten Rot oder locker runterhängenden Schnüren. Insgesammt wirkt die Serie bequem und warm. Mohr betont ungewöhnlicherweise diesmal doch den geschlechtlichen Unterschied seiner Models. Auch wenn sich die Kombination ähnelt, treten Frauen oft sehr weiblich und Männer eher lässig und sportlich auf den Laufsteg. Wir bekommen bei den Männern bunte Sneaker und Jersey Hosen, so wie locker fallende Jeans zu sehen. Die Frauen tragen high-waist Hosen/Röcke aber auch in der mitte begürtelte Jumpsuits über die Bühne. Bemusterte Leggins mit Longshirt sahen wir auch oft.
Begeisterung fanden die Accesoires in der Serie, die dem ganzen die Unterschrift Mohrs gaben. Toll waren die Taschen und Schals (die gleichzeitig als Taschen fungierten!) aber auch die schwarz-roten Lederhanschuhe und Wollmützen waren ein schöner Hingucker.
Nun, wir waren mit der Linie mehr als zufrieden, erhoffen uns für die nächste Saison allerdings trotzdem wieder ein paar Mohrtypischen Schocker!
Bild&Text: Natalia Drabik